Timon Wißfeld – Kritik gegenwartsbezogenen Gedenkens
https://portal.fzs.de/project/ak-politische-bildung/event/timon-wissfeld-kritik-gegenwartsbezogenen-g/
Die deutsche Erinnerungskultur gilt als zu erstarrt, zu vergangenheitsfixiert, zu einseitig, verengt und hierarchisch. Sie müsse dynamischer und diverser werden und vor allem: sich mit gegenwärtigen Problemlagen befassen. Der Vortrag arbeitet Prämissen und Folgen eines solch »offenen« Gedenkens heraus und stellt ihm mit Adornos Ästhetischer Theorie, ein »öffnendes« Gedenken entgegen, dessen »Vorrang des Vergangenen« zur Einsicht in die Notwendigkeit einer kritischen Gesellschaftstheorie des Antisemitismus drängt.
Timon Wißfeld ist Designtheoretiker und -philosoph mit Schwerpunkt kritische Gesellschaftstheorie. Er betreibt den Podcast »… womit wir alle nicht mehr fertig werden.« und arbeitet als Grafik- und Ausstellungsgestalter für NS-Gedenkstätten, Museen und gedenkpolitische Initiativen. Im Dezember 2025 erschien seine Studie “Kritisches Gedenken gestalten” bei Springer VS.
