Merle Stöver – Kontinuitäten tödlicher Gewalt gegen wohnungslose Menschen
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Erst 2020 erkannte der deutsche Staat diejenigen Menschen als Opfer des Nationalsozialismus an, die als vermeintlich „asozial“ und „kriminell“ verfolgt worden waren. Die Geschichte dieser Menschen zeichnete sich in den 75 Jahren seit der deutschen Kapitulation vor allem durch Verleugnung, Ignoranz und Marginalisierung aus. Weder erhielten sie Entschädigungen und Unterstützung noch fand eine Auseinandersetzung mit der Verfolgung und deren Hintergründen statt.
Der Vortrag wirft einen Blick auf die langen Kontinuitäten sozialdarwinistischer Verfolgung und Gewalt und zeichnet deren ideologisches Fortleben bis heute nach. In den Mittelpunkt stellt er die Gewalt gegen wohnungslose Menschen. Denn auch dieser begegnet die deutsche Gesellschaft bis heute mit altbekannten Mustern: Verleugnung, Ignoranz und Marginalisierung.
