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Ioannis Dimopulos – Lektüreseminar Erziehung nach Auschwitz

23. Januar @ 18:1519:45

https://portal.fzs.de/project/ak-politische-bildung/event/ioannis-dimopulos-lektuereseminar/
Bis heute stellt sich nicht nur die Frage des Gedenkens an Auschwitz, sondern ebenfalls die nach der Möglichkeit des Denkens nach der Katastrophe selbst. Einer der zentralsten Denker eines solchen Nach ist bis heute Theodor W. Adorno. In seinem zum Klassiker avancierten Text „Erziehung nach Auschwitz“ stellt er dabei aber nicht nur die Frage der Nachträglichkeit in den Fokus. Vielmehr fragt Adorno nach gesellschaftlichen, psychoanalytischen und pädagogischen Folgen für das Denken selbst. Erziehung meint dabei nicht nur diejenige einer kommenden Generation, sondern die Erziehung aller Menschen zur Mündigkeit, in der die Möglichkeit der Wiederholung der Shoah beseitigt wäre. Gemeinsam wollen wir uns in diesem Lektüreseminar mit der Frage beschäftigen wie ein solches Denken selbst zu denken ist und dabei zentrale Fragestellungen des Textes im Close Reading diskutieren. Für die Teilnahme sind keine Vorkenntnisse jenseits der aufmerksamen Lektüre des Textes notwendig.
Ioannis Dimopulos ist Doktorand am German Department der Brown University. Dort arbeitet er vor allem zur Philosophie der Frankfurter Schule und zur Literaturtheorie seit Kant. Zuvor studierte er Germanistik, Literaturwissenschaft, Philosophie und Latein. Er publiziert in diversen Medien u.a. ND, Freitag, Welt sowie wissenschaftlichen Zeitschriften.