Kategorie: Studierendenrat

  • Uniwahlen am 23. und 24. Juni 2026

    Alle amtlichen Infos zur Wahl des Studierendenrats und der Fakultätsvertretungen findest du auf unserer Seite: https://www.vs-tuebingen.de/wahlen-2026/

    Infos zu den gemeinsam stattfindenden Wahlen zum Senat, Fakultäts- und Zentrumsrat findest du bei der Uni: https://uni-tuebingen.de/de/292770

    Dort findest du auch Infos, wie du per Briefwahl wählen kannst.

    Du kandidierst nicht und möchtest uns bei der Durchführung der Wahlen unterstützen? Infos wie du dich als Wahlhelfer*in melden kannst und wie viel du pro Schicht bekommst stehen hier: https://www.vs-tuebingen.de/infos-fuer-wahlhelferinnen/

  • Stellungnahme zu Baumpflanzungen

    In der Nacht vom 16. auf den 17. November wurden von Unbekannten unter dem Motto „Attempto – Exzellent grün!“ einige Bäume auf der freien Fläche vor dem Hörsaalzentrum der Morgenstelle gepflanzt. Die Aktion erinnert an die Nachlässigkeit der Universität in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele und demonstriert zugleich die aufwandsarme Umsetzbarkeit geeigneter Maßnahmen. Der Studierendenrat befürwortet die Aktion und stellt sich hinter die verantwortlichen Aktivist*innen. Er fordert die Universitätsleitung auf, auf das Versprechen um eine begrünte Universität Taten folgen zu lassen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

    Die Studierendenschaft fordert seit Jahren eine Bepflanzung und menschenfreundlichere Gestaltung der Fläche vor dem Hörsaalzentrum. Obwohl die Universitätsleitung nach einer ähnlichen Aktion vor 2 Jahren ankündigte, die Begrünung weiter zu verfolgen, ist heute die ernüchternde Bilanz: Es hat sich nichts geändert.

    Dabei sind besonders im Sommer Studierende wie Beschäftigte auf Bäume und Schatten angewiesen, die die Temperatur zwischen den Betonbauten herunterkühlen könnten. In Zeiten der Klimakrise gilt das umso mehr, wie Samuel vom Studierendenrat deutlich macht: „In der Betonwüste Morgenstelle ist das Studieren und Arbeiten an heißen Tagen ohnehin eine Qual. Die Universität muss erkennen, dass sich das Problem in Zukunft nicht einfach in Luft auflösen wird, im Gegenteil: Die Sommer werden immer heißer und trockener.“ Pi ergänzt: „Was sie aber tun kann: Die Flächen effektiv begrünen, sodass die Hitze wenigstens eingedämmt wird.“ Die Maßnahmen dafür seien bekannt und vergleichsweise einfach umzusetzen.
    Auch die Artenvielfalt auf den Flächen ist bestenfalls mangelhaft. Eine Begrünung mit Bäumen und anderen Pflanzen, die entsprechende Verschränkungen zwischen den Arten ermöglichen, ist deshalb wünschens- und unterstützenswert.

    Die Flächen vor dem Hörsaalzentrum werden vor allem von Studierenden genutzt, die Macht über ihre Gestaltung und Nutzung liegt jedoch allein bei der Universitätsleitung – ohne studentische Beteiligung. Versuche von Studierenden, dieses Machtgefälle proaktiv aufzulösen und ihre universitäre Umwelt selbst nach den Wünschen der Studierendenschaft zu gestalten, sind deshalb nur legitim und gerecht.

    Der Studierendenrat fordert die Universität Tübingen dazu auf,

    • die gepflanzten Bäume zu schützen,
    • konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung mit verbindlichem Zeitplan zu erarbeiten und umzusetzen – insbesondere für die Morgenstelle, aber auch campusweit,
    • die Studierendenschaft aktiv einzubeziehen in die Planung und Gestaltung von universitären Außenflächen und Aufenthaltsorten,
    • Transparenz zu schaffen über geplante Maßnahmen und deren Stand, bauliche und infrastrukturelle Einschränkungen und mögliche Alternativen,
    • Ressourcen bereitzustellen für studentische Projekte zur nachhaltigen Mitgestaltung des Campus – sowohl institutionell als auch, wo möglich, finanziell. Möglich z. B. auch das in Lehrveranstaltungen & Seminare einzubetten und
    • auch abseits der Grünflächen Hitzeschutzkonzepte zu erarbeiten und für ausreichend klimatisierte Räumlichkeiten zu sorgen.

    Er ermutigt die Studierenden der Universität Tübingen, sich selbst als politische und proaktive Gruppe zu verstehen, die zur Gestaltung der Universität beitragen kann. Erneut Pi: „Wir sind die Universität. Machen wir sie zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält und der unsere Werte wiederspiegelt.“

  • Stellungnahme zu Afd-Podiumsdiskussion

    Die Verfasste Studierendenschaft Tübingen positioniert sich gegen das
    AfD-Podium, das am 5. September in der Hermann-Hepper-Halle stattfinden
    soll. Politiker*innen, die der Freiheit von Lehre und Forschung
    feindlich gegenüberstehen und Gruppen auch innerhalb unserer
    Studierendenschaft diskriminieren und durch ihre Politik bedrohen,
    sollte nirgends eine Bühne geboten werden.

    Die Freiheit von Lehre und Forschung ist weltweit so stark unter
    Beschuss wie schon lange nicht mehr. Auch in der Bundesrepublik
    Deutschland finden systematische Angriffe auf Forscher*innen, vor allem
    in den Sozial- und Geisteswissenschaften, statt. Dazu meint Amina vom
    Arbeitskreis Politische Bildung: „Die Hochschulen müssen frei sein in
    ihrer Forschung und Lehre. Anstatt den Attacken beispielsweise auf
    Gender Studies eine Plattform zu geben, ist es geboten, sich ihnen
    entschieden entgegenzustellen!“

    Zu den Aufgaben der Studierendenschaft als Vertretung aller
    Immatrikulierten gehört es, Chancengleichheit zu fördern,
    Benachteilungen abzubauen und die Integration ausländischer Studierender
    zu fördern. „Rassistische, misogyne, queerfeindliche und antisemitische
    Positionen stellen eine große konkrete Bedrohung für unsere
    Kommiliton*innen dar“, so Amina weiter. So fordert die AfD die
    Abschaffung von Antidiskriminierungsprogrammen und z. B. von
    Gleichstellungsbüros. Ein Zugang zu Bildung muss allen möglich sein.
    Stattdessen wird Positionen eine Bühne in unserer Universitätsstadt
    geboten, die diesem Ziel aktiv entgegenarbeiten.

    Strategisch ist daher dem Plan Palmers eine Absage zu erteilen.
    Rechtsextreme profitieren von derartigen Podien, werden sie so doch
    anschlussfähiger an das bürgerliche Lager. StuRa-Mitglied Pi sagt dazu:
    „Wenn durch solche Podien extremistische und menschenfeindliche
    Positionen normalisiert werden, schadet das nicht nur der Demokratie,
    sondern auch uns Studierenden.“ Amina ergänzt: „Tübingen hat in den
    letzten Jahren gezeigt, dass eine klare Haltung gegen Rassismus und
    Ausgrenzung möglich und effektiv ist – das darf nicht gefährdet werden“

    Am 5. September gilt es – gerade für Studierende in einer Universität,
    die ihre eigene unrühmliche Rolle im Faschismus kritisch aufarbeiten
    muss –, solchen Podien entschlossen entgegenzutreten. Die
    Studierendenschaft solidarisiert sich daher mit den vielfältigen
    Protesten gegen das Podium.