Kategorie: Pressemitteilungen

  • Stellungnahme zu Baumpflanzungen

    In der Nacht vom 16. auf den 17. November wurden von Unbekannten unter dem Motto „Attempto – Exzellent grün!“ einige Bäume auf der freien Fläche vor dem Hörsaalzentrum der Morgenstelle gepflanzt. Die Aktion erinnert an die Nachlässigkeit der Universität in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele und demonstriert zugleich die aufwandsarme Umsetzbarkeit geeigneter Maßnahmen. Der Studierendenrat befürwortet die Aktion und stellt sich hinter die verantwortlichen Aktivist*innen. Er fordert die Universitätsleitung auf, auf das Versprechen um eine begrünte Universität Taten folgen zu lassen und entsprechende Maßnahmen umzusetzen.

    Die Studierendenschaft fordert seit Jahren eine Bepflanzung und menschenfreundlichere Gestaltung der Fläche vor dem Hörsaalzentrum. Obwohl die Universitätsleitung nach einer ähnlichen Aktion vor 2 Jahren ankündigte, die Begrünung weiter zu verfolgen, ist heute die ernüchternde Bilanz: Es hat sich nichts geändert.

    Dabei sind besonders im Sommer Studierende wie Beschäftigte auf Bäume und Schatten angewiesen, die die Temperatur zwischen den Betonbauten herunterkühlen könnten. In Zeiten der Klimakrise gilt das umso mehr, wie Samuel vom Studierendenrat deutlich macht: „In der Betonwüste Morgenstelle ist das Studieren und Arbeiten an heißen Tagen ohnehin eine Qual. Die Universität muss erkennen, dass sich das Problem in Zukunft nicht einfach in Luft auflösen wird, im Gegenteil: Die Sommer werden immer heißer und trockener.“ Pi ergänzt: „Was sie aber tun kann: Die Flächen effektiv begrünen, sodass die Hitze wenigstens eingedämmt wird.“ Die Maßnahmen dafür seien bekannt und vergleichsweise einfach umzusetzen.
    Auch die Artenvielfalt auf den Flächen ist bestenfalls mangelhaft. Eine Begrünung mit Bäumen und anderen Pflanzen, die entsprechende Verschränkungen zwischen den Arten ermöglichen, ist deshalb wünschens- und unterstützenswert.

    Die Flächen vor dem Hörsaalzentrum werden vor allem von Studierenden genutzt, die Macht über ihre Gestaltung und Nutzung liegt jedoch allein bei der Universitätsleitung – ohne studentische Beteiligung. Versuche von Studierenden, dieses Machtgefälle proaktiv aufzulösen und ihre universitäre Umwelt selbst nach den Wünschen der Studierendenschaft zu gestalten, sind deshalb nur legitim und gerecht.

    Der Studierendenrat fordert die Universität Tübingen dazu auf,

    • die gepflanzten Bäume zu schützen,
    • konkrete Maßnahmen zur Klimaanpassung mit verbindlichem Zeitplan zu erarbeiten und umzusetzen – insbesondere für die Morgenstelle, aber auch campusweit,
    • die Studierendenschaft aktiv einzubeziehen in die Planung und Gestaltung von universitären Außenflächen und Aufenthaltsorten,
    • Transparenz zu schaffen über geplante Maßnahmen und deren Stand, bauliche und infrastrukturelle Einschränkungen und mögliche Alternativen,
    • Ressourcen bereitzustellen für studentische Projekte zur nachhaltigen Mitgestaltung des Campus – sowohl institutionell als auch, wo möglich, finanziell. Möglich z. B. auch das in Lehrveranstaltungen & Seminare einzubetten und
    • auch abseits der Grünflächen Hitzeschutzkonzepte zu erarbeiten und für ausreichend klimatisierte Räumlichkeiten zu sorgen.

    Er ermutigt die Studierenden der Universität Tübingen, sich selbst als politische und proaktive Gruppe zu verstehen, die zur Gestaltung der Universität beitragen kann. Erneut Pi: „Wir sind die Universität. Machen wir sie zu einem Ort, an dem man sich gerne aufhält und der unsere Werte wiederspiegelt.“

  • Stellungnahme zu Afd-Podiumsdiskussion

    Die Verfasste Studierendenschaft Tübingen positioniert sich gegen das
    AfD-Podium, das am 5. September in der Hermann-Hepper-Halle stattfinden
    soll. Politiker*innen, die der Freiheit von Lehre und Forschung
    feindlich gegenüberstehen und Gruppen auch innerhalb unserer
    Studierendenschaft diskriminieren und durch ihre Politik bedrohen,
    sollte nirgends eine Bühne geboten werden.

    Die Freiheit von Lehre und Forschung ist weltweit so stark unter
    Beschuss wie schon lange nicht mehr. Auch in der Bundesrepublik
    Deutschland finden systematische Angriffe auf Forscher*innen, vor allem
    in den Sozial- und Geisteswissenschaften, statt. Dazu meint Amina vom
    Arbeitskreis Politische Bildung: „Die Hochschulen müssen frei sein in
    ihrer Forschung und Lehre. Anstatt den Attacken beispielsweise auf
    Gender Studies eine Plattform zu geben, ist es geboten, sich ihnen
    entschieden entgegenzustellen!“

    Zu den Aufgaben der Studierendenschaft als Vertretung aller
    Immatrikulierten gehört es, Chancengleichheit zu fördern,
    Benachteilungen abzubauen und die Integration ausländischer Studierender
    zu fördern. „Rassistische, misogyne, queerfeindliche und antisemitische
    Positionen stellen eine große konkrete Bedrohung für unsere
    Kommiliton*innen dar“, so Amina weiter. So fordert die AfD die
    Abschaffung von Antidiskriminierungsprogrammen und z. B. von
    Gleichstellungsbüros. Ein Zugang zu Bildung muss allen möglich sein.
    Stattdessen wird Positionen eine Bühne in unserer Universitätsstadt
    geboten, die diesem Ziel aktiv entgegenarbeiten.

    Strategisch ist daher dem Plan Palmers eine Absage zu erteilen.
    Rechtsextreme profitieren von derartigen Podien, werden sie so doch
    anschlussfähiger an das bürgerliche Lager. StuRa-Mitglied Pi sagt dazu:
    „Wenn durch solche Podien extremistische und menschenfeindliche
    Positionen normalisiert werden, schadet das nicht nur der Demokratie,
    sondern auch uns Studierenden.“ Amina ergänzt: „Tübingen hat in den
    letzten Jahren gezeigt, dass eine klare Haltung gegen Rassismus und
    Ausgrenzung möglich und effektiv ist – das darf nicht gefährdet werden“

    Am 5. September gilt es – gerade für Studierende in einer Universität,
    die ihre eigene unrühmliche Rolle im Faschismus kritisch aufarbeiten
    muss –, solchen Podien entschlossen entgegenzutreten. Die
    Studierendenschaft solidarisiert sich daher mit den vielfältigen
    Protesten gegen das Podium.

  • Kundgebung zur Hochschulfinanzierung

    Eines der wichtigsten und aktuellsten Themen für die Uni und uns als Studis ist die Hochschulfinanzierung.

    Momentan laufen Verhandlungen zwischen der Landesrektoratekonferenz (LRK) und dem baden-württembergischen Wissenschaftsministerium (MWK) über die neue Hochschulfinanzierungsvereinbarung III (HoFV III), die ab dem 01.01.2026 gelten soll.

    Bisher war die Hochschulfinanzierung des Landes von Sparmaßnahmen innerhalb einer Legislaturperiode ausgenommen. Diese Garantie soll es zukünftig nicht mehr geben, während die Universitäten aber gleichzeitig massive Kostensteigerungen für Personal, Heizen, Strom und Unterbringung hinnehmen müssen.

    Tatsächlich hätte das bisherige Angebot des MWK gravierende Auswirkungen auf die Qualität von Forschung und Lehre. Es würde zwangsweise zu Streichungen und verzögerten Wiederbesetzungen von Stellen kommen, denn Gebäude und Infrastruktur können nicht einfach stillgelegt werden.

    Genauer: Die Finanzmittel für die Hochschulen sollen ab 2026 nur noch um 0,4 steigen. Um die letzte Inflation auszugleichen benötigt es allerdings eine Steigerung von 6 % – das wird in der neuen Hochschulfinanzierungsvereinbarung nicht berücksichtigt.

    Universitäten stehen als Institutionen für Wissenschaft, Ausbildung von Fachkräften, Internationalität, Demokratie und sozialen Frieden oder auch für Zukunftstechnologien etwa zum Erreichen der Klimaneutralität, weshalb gerade hier nicht am Geld gespart werden darf.
    Vielmehr benötigen die Universitäten eine solide nachhaltige Finanzierung, die ihnen Planungssicherheit gibt und ihre Fähigkeit zur Transformation erhält. Dafür kämpfen wir als Studierende und Universität(en)!

    Unsere Aktionen:

    Mittwoch, 13.11.2024, 13:00 Uhr: Kundgebung von Studierenden auf dem Geschwister-Scholl-Patz vor der Neuen Aula in Tübingen, um die Landesregierung nochmals mit Nachdruck darauf hinzuweisen, dass Investitionen in die Wissenschaft Investitionen in die Zukunft sind.

    Freitag 15.11.2024, 12 Uhr: Zentrale Kundgebung und Demo in Stuttgart (Ort: Stadtgarten) Studierende & Beschäftigte von allen Hochschulen im Land reisen an, um ihren Forderungen nach einer soliden und zukunftsfähigen Hochschulfinanzierung Nachdruck zu verleihen, wenn der Finanzausschuss tagt.
    Die Tübinger Studis treffen sich hierfür um 10 Uhr ct. am Bahnhof Tübingen, um gemeinsam mit der Bahn anzureisen.

  • Statement zum Tübinger Missbrauchsfall

    Thematisiert wurde der Missbrauchsfall in der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie am Universitätsklinikum auch schon in der studentischen Vollversammlung am 17.07.2024. Diese hat mit großer Mehrheit für die Positionierung der Verfassten Studierendenschaft (VS) gestimmt: eine Solidarisierung mit allen Betroffenen von psychischer und physischer Gewalt.

    Das komplette Statement findet ihr jetzt unter www.vs-tuebingen.de/stellungnahmen-pms.

  • Gruppen und Initiativen rund um die Universität eröffnen das Semester

    Vom 18.10. bis 27.10. organisieren zahlreiche Tübinger Gruppen wieder gemeinsam Veranstaltungen zur Ernst-und-Karola-Bloch-Woche. Gemeinsames Ziel ist es, einen kritischen Blick auf Hochschule und Gesellschaft zu werfen sowie konkrete Utopien statt Krisen-Panik aufzuzeigen. 

    „Die Veranstaltungen stehen dieses Jahr unter dem Motto Nichts vergessen, alles verwandeln“, erklärt Johanna Grün vom organisierenden Arbeitskreis „Ernst und Karola Bloch Woche“. „Um erfolgreich für eine Zukunft zu streiten, in der wir die Herausforderungen des Klimawandels, sozialer Fragen und Status Quo begegnen, müssen wir auch wissen, woher wir kommen. Nur im Wissen um Vergangenes können wir unsere Gegenwart verstehen und eine Zukunft bauen.“

    „Ein lebendiges kollektives Gedächtnis kann uns auch davor schützen, auf falsche Versprechungen von Rechtsaußen und Verschwörungsgläubigen reinzufallen“, ergänzt Hannah Herbst „Es reicht dabei nicht, wie wir das gerne an unserer Uni machen, aus klugen Büchern zu lernen. Wir müssen unsere eigenen Erfahrungen machen, mit unseren Kommiliton*innen diskutieren und auch aus der akademischen Blase ausbrechen.“

    Das Programm der Blochwoche ist dieses Jahr wieder bunt gemischt. Mehrere Stadtführungen zeigen Tübingen aus unterschiedlichen Blickwinkeln: Einem wohnpolitischen – organisiert vom Wohnraumbündnis –, einem konsumkritischen – von  Act for Animals und Weltbewusst –, einem antifaschistischen – von Input – und einem queeren – von Amnesty. Zum Programm gehören auch Veranstaltungen zu den Themen Kapitalismus und Klimakrise, dem Umgang mit dem Patriarchat und der Black Metal Szene. Auch ein Besuch des Infoladens und ein kritischer Kleidertausch gehören zum Programm. Besonders freuen wir uns auf den Journalisten Leon Enrique Montero, der einen Einblick in die „konservativen Parallelgesellschaft“ rechter Burschenschaften geben will.

    Herzstück der Blochwoche ist der Alternative Dies, der seit rund 20 Jahren aus Kritik am farbentragenden Getümmel auf dem Dies Universitatis veranstaltet wird. Der AlDi ist dabei selbstbestimmt und selbstorganisiert aus der Studierendenschaft heraus und zeigt, wie vielfältig und bunt die Universität und Tübingen sind, abseits von überkommenden Hierarchien, Trinkzwang und Uniformen. Über 30 Gruppen und Initativen wollen sich ab 16 Uhr neuen und alten Studierenden vorstellen und mit ihnen ins Gespräch kommen. Daneben wird es kleine Workshops geben, ein Essensangebot gegen Spende (ab 19 Uhr) und im Anschluss findet das erste Clubhausfest statt.

    Auch das Zimmertheater ITZ lädt zum Kennenlernen ein. Für nur 5 Euro mit Freigetränk, statt der sonst ermäßigten 9,50 Euro, kommen Studierende während der Blochwoche mit dem Code „Prinzip Hoffnung“ in die Vorstellungen von “Das Universum bleibt ’ne Nullnummer“. 

    Die Blochwoche umfasst rund 20 Veranstaltungen unterschiedlicher Gruppen und Initiativen vom Dienstag, 18. Oktober, bis einschließlich Donnerstag, 27. Oktober 2022. Das vollständige Programm findet sich online auf www.blochwoche.org sowie an vielen Orten als gedrucktes Programmheft. Wir laden insbesondere Studienanfänger*innen ein, die Universität und die Stadt, in die sie kommen, nicht nur kennen zu lernen, sondern auch aktiv mitzugestalten. 

    Ansprechpartner*innen über:

  • Pressemitteilung zur Stadtbahn

    Stellungnahme: StuRa spricht sich für Stadtbahn aus

    Der Studierendenrat der Universität Tübingen spricht sich für die Innenstadtstrecke der Regional-Stadtbahn Neckaralb aus.

    Für Student*innen in Tübingen hat die Planung zu einer RegioStadtBahn, wie sie im September 2021 zur Abstimmung steht, weitreichende Folgen.

    Student*innen sind eine für den ÖPNV in der Region wichtige Nutzer*innen-Gruppe. Eine bessere Anbindung der Universitätsgebäude an das Umland kann es leichter machen zu pendeln und so helfen, den Wohnungsmarkt in Tübingen zu entspannen. Angesichts der Verantwortung, welche die Universität für eine nachhaltige Zukunft trägt, ist der Transport von Student*innen und Mitarbeiter*innen eine der zentralen Fragen.

    Wie die Gutachten zeigen, ist eine Bahn dem reinen Busbetrieb, was Klimaauswirkungen und Ressourcenverbrauch angeht, überlegen. Die Gegenargumente, beispielsweise mögliche Schwierigkeiten für Radfahrer*innen – auch hier oftmals Student*innen –, sind wenig stichhaltig. Die Universität Tübingen stellt unter den Landesuniversitäten die Ausnahme dar, da ihre Student*innen gerade noch keine Stadtbahn nutzen können.

    Dennoch gibt es auch berechtigte Kritik an der RegioStadtBahn. Mehrere Generationen von Student*innen werden die Bauarbeiten aushalten müssen. Bestimmte Nutzung von Unigebäuden (bspw. empfindliche Forschung) muss verlegt werden. Bei Gesprächen zwischen Universität und Stadt wurden bereits Flächen als Bebauung besprochen, die aus Sicht des Studierendenrats von einer möglichen Bebauung verschont bleiben sollten (bspw. Käsenbachtal als Frischluftschneise und wichtiger Naturraum). Dieser Kritik stehen aber die massiven Vorteile einer Stadtbahn entgegen.

    Der Studierendenrat Tübingen teilt die Haltung der Universität, dass durch die Stadtbahn entstehenden Probleme nicht zum Nachteil der Universität führen dürfen. Wir begrüßen daher die Maßnahmen zur Eindämmung der elektromagnetischen Felder sowie Erschütterungen und sehen die Stadt bzw. das Land in der Verantwortung, die dafür aufkommenden Kosten zu übernehmen. Das Gegenargument, die Stadtbahn sei in ein paar Jahren bereits eine veraltete Fortbewegungsmethode, sehen wir skeptisch. Um den Klimawandel zu stoppen, brauchen wir jetzt möglichst schnelle Maßnahmen und sollten nicht nur auf eventuell kommende zukünftige Technologie hoffen. Selbst wenn in den nächsten Jahrzehnten autonom fahrende Taxis den ÖPNV ergänzen werden, wird die Stadtbahn weiterhin ökologischer und preiswerter sein. Zudem kann die Stadtbahn zu Stoßzeiten wie etwa dem Vorlesungsbeginn viel mehr Leute auf einmal transportieren als der öffentliche Individualverkehr. Darüber hinaus bietet die Stadtbahn dank der Reduzierung des Autoverkehrs die Möglichkeit, die Wilhelmstraße und die Mühlstraße endlich wieder attraktiver für Radfahrer*innen zu machen. Wir begrüßen Konzepte wie die PKW-freie Wilhelmstraße und Mühlstraße und die damit verbundene Lärmreduzierung auf dem Tal-Campus.

    Der Studierendenrat ruft die Student*innen dazu auf, sich zu informieren, und sofern sie berechtigt sind, an der Abstimmung teilzunehmen. Die Entscheidung für oder gegen die Innenstadtstrecke hat weitreichenden Einfluss auf das Leben der zukünftigen Student*innen in Tübingen.

  • Stellungnahme: Die Zukunft des Studio Literatur und Theater

    Die Mitglieder des Studierendenrats stimmten am 19. Juli 2021 folgender Stellungnahme mehrheitlich zu.

    Der Studierendenrat kritisiert das Vorgehen der Universitätsleitung im Umgang mit der Zukunft des Studio Literatur und Theater (SLT) und fordert das Rektorat zu folgenden Punkten auf: Die Stelle als Leitung des SLT ist umgehend neu auszuschreiben und der Vorgang der Neubesetzung transparent, fair und im Verhältnis zur Geschichte des SLT durchzuführen. Des Weiteren sollen wieder Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden, um die Sichtbarkeit des SLT wiederherzustellen. Abschließend soll eine angemessene Verabschiedung der amtierenden Leiterin, Dagmar Leupold, stattfinden. 

    Nach 17 Jahren Lehr- und Gestaltungstätigkeit tritt Frau Leupold von ihrer Stelle als Leitung des SLT zurück und geht Ende des Sommersemesters 2021 in Rente. Ein Antrag auf Verlängerung von Frau Leupolds Stelle um zwei Semester, um einen fließenden Übergang zur nächsten Leitung zu ermöglichen, wurde abgelehnt. Studierende am SLT hatten bereits zu Beginn des Semesters, unter anderem mit einer Petition für den Erhalt des SLT in seiner aktuellen Form, das Rektorat zu einer Neuausschreibung der Stelle aufgefordert. Im April veröffentlichte das Rektorat schließlich eine Pressemitteilung, laut der eine Neuausschreibung der Stelle von Frau Leupold nie in Frage gestanden hätte. Bei einem darauf folgenden Gespräch mit Karin Amos, der Prorektorin für Studium und Lehre an der Universität Tübingen, wurde den Studierenden eine Ausschreibung spätestens Mitte Juni 2021, sowie Mitspracherecht beim Verfassen dieser versprochen. Weder diese Ausschreibung, noch ein Entwurf liegen bisher vor. Des Weiteren wurden die derzeitigen Büroräume des SLT an andere Einrichtungen vergeben. Auf die Rückfrage, wohin das SLT umziehen soll, bleibt die Antwort ebenfalls aus.
    Daraus kann nur geschlossen werden, dass das Rektorat nicht Willens ist, die Stelle zum Wintersemester neu zu besetzen. 

    Das Studio Literatur und Theater ist seit 1997 eine Einrichtung der Universität, die der künstlerischen Ausbildung dient. Studierende aller Fachbereiche können hier Kurse zu den diversen Formen des nicht- wissenschaftlichen Schreibens belegen. Neben den Studio-eigenen Seminaren zu Prosa, Lyrik, szenischem Schreiben usw. bietet die Arbeit von Gastdozenten vielfältige Möglichkeiten der Horizonterweiterung. Lehrbeauftragte sind regelmäßig Autorinnen und Autoren, Theater-, Verlags- und Rundfunkprofis. Im Mittelpunkt steht zwar das eigene kreative Schreiben der Studierenden. Dazu gehört aber auch die Umsetzung, die Präsentation. Auf der Theaterbühne, im Rundfunkstudio oder auf dem Lesepodium wird das Erarbeitete ausprobiert und öffentlich vorgetragen. Das Studio Literatur und Theater kooperiert hierzu unter anderem mit dem Landestheater Tübingen, dem Tübinger Zimmertheater, dem Hölderlinturm, der Uniwelle und dem SWR.

  • Studieren in Corona-Semestern: Stellungnahme der Studentischen Vollversammlung

    Bei der ersten digitalen Studentischen Vollversammlung am 22. März 2021, stimmten die anwesenden Studierenden folgender Stellungnahme mehrheitlich zu.

    Auch Hochschulen sind von der Corona-Pandemie betroffen

    Ein weiteres Corona-Semester geht zu Ende. Die Pandemie betrifft uns in allen Lebensbereichen und zeigt noch immer Handlungsbedarfe auf. Wir haben großes Verständnis für die Maßnahmen und unterstützen sie. Während jedoch seit Beginn der Pandemie im öffentlichen Diskurs pausenlos über die Situation der Wirtschaft, des Einzelhandels und (zu Recht) der Schüler*innen gesprochen wird, kommt die Perspektive und die Probleme der Studierenden beinahe gar nicht vor. Dabei sind auch diese vielfältig: Die ständige Unsicherheit unserer universitären und beruflichen Zukunft dauert zu lange an, Prüfungen werden verschoben, Seminare abgesagt – das alles nimmt Motivation und ist zermürbend. Auch für die Mitarbeiter*innen der Universität ist die Situation untragbar. Sie benötigen endlich eine Dienstvereinbarung zur Nutzung von Videokonferenzsystemen, die verstärkte Möglichkeit von Gleitarbeitszeiten und die Bereitstellung warmer Speisen.

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  • Kein Demokratieabbau während der Pandemie: Stellungnahme der Studentischen Vollversammlung

    Bei der ersten digitalen Studentischen Vollversammlung am 22. März 2021, stimmten die anwesenden Studierenden folgender Stellungnahme mehrheitlich zu.

    Kein Demokratieabbau während der Pandemie

    Die Studentische Vollversammlung an der Universität Tübingen spricht sich für eine größtmögliche Hochschulöffentlichkeit bei allen Entscheidungen aus. Leider sind die Sitzungen der akademischen Selbstverwaltung fast vollständig nicht-öffentlich. Eine der wenigen Ausnahmen stellt die jährliche gemeinsame, öffentliche Sitzung des Hochschulrats und Senats dar. Zuletzt fand eine solche Sitzung während der Pandemie im Festsaal der Universität statt. Die Öffentlichkeit konnte von der Zuschauerinnen- Empore der Wahl der Prorektoren beiwohnen. Nur eine Handvoll Studierende nahmen an der Sitzung mit Abstand, Maske und Desinfektionsmittel teil. Die Aussprache fiel – vermutlich auch pandemiebedingt – recht kurz aus. 

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  • Wissenschaftsfreiheit: Stellungnahme der Studentischen Vollversammlung

    Bei der ersten digitalen Studentischen Vollversammlung am 22. März 2021, stimmten die anwesenden Studierenden folgender Stellungnahme mehrheitlich zu.

    Ein Netzwerk von Wissenschaftler*innen behauptet, die freie Forschung an Hochschulen in Deutschland werde von einer sogenannten Cancel Culture von links gefährdet. Wissenschaftler*innen müssten mit öffentlicher Diskreditierung und der Erstickung wissenschaftlicher Debatten rechnen. Diese Behauptung ist nicht einfach aus der Luft gegriffen: Tatsächlich müssen Wissenschaftler*innen, etwa bei Forschungen zur genetischen Grundlage von Intelligenz, mit einer öffentlichen Debatte über die eugenischen Grundannahmen hinter einer solchen Forschung rechnen.

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